Planspiel zur Arbeitswelt der Zukunft

Im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2018 gestalten HBK und TU Braunschweig gemeinsam mit Projektpartnern ein Planspiel, das Arbeitswelten der Zukunft spielerisch erlebbar macht. Bürgerinnen und Bürger sollen in Diskussionsprozesse um die Arbeitswelten der Zukunft eingebunden werden.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Projekt „Arbeitswelten der Zukunft“ erhalten die TU Braunschweig (Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik) und die HBK Braunschweig (Institut für Medienwissenschaften) Mittel um gemeinsam mit IG Metall, Radio Okerwelle und dem Münchner Beratungsunternehmen intrestik ein Planspiel zu entwickeln und öffentliche Workshops durchzuführen. Das Spiel, das in diesem Prozess entstehen wird, soll am Ende des Prozesses, im Dezember 2018, öffentlich zugänglich und für alle interessierten Institutionen und Personen selbst spielbar sein.

Am 1.2.2018 fällt der Startschuss für das Projekt. Nachdem in einer ersten Phase ein Prototyp des Spiels entwickelt werden soll, folgen dann ab Juni bundesweit Testspiele und Workshops. Ziel dabei ist es nicht nur, das Spiel unter Mithilfe von Interessierten weiter zu entwickeln, sondern auch, einen Diskussionsprozess über unsere Vorstellungen der Arbeit von Morgen zu moderieren. Dabei steht vor allem die Einbindung der Öffentlichkeit im Zentrum.

Dass die Kooperation so unterschiedlicher Projektpartner notwendig und sinnvoll ist betont auch die  Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Braunschwieg, Angelica Schieder: „Auftrag und Ziel der IG Metall ist es, die Chancen und Risiken der Digitalisierung für die arbeitenden Menschen sorgfältig auszuloten und Erkenntnisse in Handlungskonzepte und Maßnahmen umzusetzen, die die Chancen erweitern und Risiken minimieren. Das Projekt PLAZA ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu beteiligungsorientierter Gestaltung und Entwicklung künftiger Arbeitswelten.“

Das Planspiel soll sowohl in seiner Entwicklungsphase als auch als fertiges Produkt ein Ausgangspunkt für eine der zentralen Fragen unserer Zukunft sein: Wie wollen wir arbeiten? Wie wird sich Arbeit verändern? Wie werden Digitalisierung, Globalisierung und Ökonomie die Arbeit beeinflussen?

Das Planspiel empfiehlt sich dabei als ein Mittel solche Diskussionsprozesse anzustoßen und zu moderieren. Das Spiel und die begleitenden Workshops sollen dabei den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern einen Raum geben sich mit Themen wie Industrie 4.0, Digitalisierung, sogenannten „cyber-physische Systemen“ oder nachhaltiger Produktion zu befassen. Dabei zielt sowohl der Entwicklungsprozess als auch das zu entwickelnde Spielkonzept auf ein wichtiges Handlungsfeld: die Partizipation. Mitbestimmung, Weiterqualifikation, Verantwortungsübernahme und veränderte Führungsweisen sind Qualitäten, die Arbeit prägen – die aber auch den Menschen selbst zurück in die Verantwortung bringen. Und deswegen soll schon der Entstehungsprozess des Spiels selbst ein solcher partizipativer Prozess sein: ein Spiel, dass in der Diskussion entsteht.

 

Projekthomepage