Anknüpfend an die Beschäftigung mit dem medialen Phänomen Video versteht sich der Zugriff auf das Polaroid (und die Fotofix-Apparate) als eine Exploration einer sozialen wie medialen Geste, innerhalb derer sich bestimmte Alleinstellungsmerkmale wie auch durchgängige mediale Effekte beobachten lassen.
Die Berührungspunkte von Selbstfotografierautomaten und der Entwicklung des Polaroidverfahrens sind naheliegend – nicht nur auf der Ebene der technischen Kompatibilität. Die eigentlichen Berührungspunkte sind sicherlich die Euphorie des Gegenwärtigen, die Idee des Echtzeitlichen und gleichzeitig Zeitlosen.
Der Fotofix-Automat und das Polaroid teilen die Qualität des Unmittelbaren: das Bild entsteht vor Ort, ohne Umweg über ein Labor, ohne Verzögerung. Diese Unmittelbarkeit ist jedoch keine technische Eigenschaft allein – sie ist eine soziale und kulturelle Geste.