Das Fernsehen postuliert das Überall-dabei, das Internet scheint die Antwort auf McLuhans ›global village‹. Medien tendieren aktuell zum Modus globaler Entfaltung (oder behaupten dies zumindest). Sie sind aber auf alle Fälle im Raum, und sie stiften Raumanmutungen.
Wie gehen Medien mit den Bildern von Raum, also den Karten und Kartographien, den Globen und Satellitenbildern um? Welche Bedeutung produzieren diese Bilderformen, wie werden sie vom Zuschauer angeeignet? Wie positioniert sich das Subjekt zum Fernsehen, wo verortet das Fernsehen das Subjekt?
Das Forschungsprojekt untersucht die topografischen Dimensionen medialer Kommunikation – Orte, Architekturen und Machtstrukturen als konstitutive Elemente medialer Bedeutungsproduktion.
Ausgewählte Publikationen
- Nohr, Rolf F. (2009): Die Produktion von Orten, Ereignissen und Wohnzimmern. Fernsehen als Topographie. In: Jörg Döring und Tristan Thielmann (Hg.): Mediengeographie. Theorie – Analyse – Diskussion. Bielefeld: Transcript, S. 587–606.
- Nohr, Rolf F. (2005): »Nun haben wir endlich in unserem Heim ein Fenster zur Welt.« Kartographien und Topographien des Fernsehens. In: Robert Stockhammer (Hg.): TopoGraphien der Moderne. Medien zur Repräsentation und Konstruktion von Räumen. München: Fink.
- Rolf F. Nohr (2004): Narration und Fernsehkartographie. In: Herbert Hrachovec / Wolfgang Müller-Funk / Birgit Wagner (Hg.): »Kleine Erzählungen und ihre Medien«. Wien: Turia & Kant.
- Rolf F. Nohr (2002): Karten im Fernsehen: Die Produktion von Positionierung. Münster: LIT.
- Rolf F. Nohr (2001): Karten im Fernsehen: Die Produktion von Positionierung (Dissertationsprojekt), Ruhr-Universität Bochum.