Heavy Metal ist seit Jahrzehnten sowohl eine der stabilsten und homogensten als auch eine der am wenigsten beachteten kulturellen Formationen. Die Musikform, die sich damit brüstet, die lautesten Konzerte hervorzubringen, ist, was die Auseinandersetzung mit ihr angeht, eine der leisesten Kulturen.
Der in Kooperation mit Dr. Herbert Schwaab (Uni Regensburg) entwickelte Forschungsschwerpunkt versucht, eine Leerstelle der Kultur- und Medienwissenschaften zu besetzen und die Komplexität eines Phänomens herauszustellen, das der Massenkultur zuzurechnen ist und sich dennoch dem kulturellen Mainstream entzieht.
Heavy Metal wird hier nicht als bloßes Musikgenre verstanden, sondern als kulturelle Welt mit eigenen Ästhetiken, Ritualen, Gemeinschaftsformen und medialen Praktiken.