Schrift im Film

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Florian Krautkrämer: Schrift im Film

Kaum ein Film kommt ohne Schrift aus. Trotzdem wird sie häufig unterschätzt, da sie mit Ende des Stummfilms an die zeitlichen und räumlichen Ränder des Films abgewandert ist: in Vor- und Abspann sowie Untertitel. Dass sie dennoch von den Rändern aus, aber auch zwischen und über den Bildern, auf den Film einwirkt, zeigt das vorliegende Buch. Sich für die Schrift zu entscheiden, ist eine Kritik an der Bildzentrierung dieses Mediums.
Das erklärt auch die zahlreichen Deabtten, die seit Beginn der Filmgeschichte das Unfilmische der Schrift diskutieren. Die Entwicklung des Films aus der Perspektive der Schrift zu betrachten, bedeutet, Aus- und Einschließungen zu hinterfragen und die Randzone auszuweiten. Es wird daher nicht allein die Schrift im Film untersucht, sondern auch der Ort, an dem sie erscheint.
Strategien der Schriftvermeidung sind dafür so wichtig wie die Buchstaben auf der Leinwand selbst. Dargestellt wird der Wandel der Schrift in Spiel- und Experimentalfilm, vom Stumm- zum Tonfilm bis hin zu aktuellen Beispielen.
Mit Analysen von Filmen von Eisenstein, Godard, Greenaway, Hollis Frampton und Marcel Broodthaers.

2013, 384 S., 44.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-12013-7

Rezension

Download des Buches

Schrift im Film – verfilmt