Strategie Spielen

Strategie spielenForschungsprojekt „Strategie Spielen: Steuerungstechniken und strategisches Handeln in populären Computerspielen (am Beispiel von Wirtschafts-, Militär- und Aufbausimulationen)“

Ausgehend von dem strategischen Kriegsspiel des Braunschweiger Mathematikers Johann Christian Ludwig Hellwig »Versuch eines aufs Schachspiel gebaueten taktischen Spiels von zwey und mehreren Personen zu spielen« (Leipzig 1780) soll ein Begriff des Strategischen etabliert werden, der als durchgängig für Begriffe des ›Spielerischen‹ (Ludischen) angesehen werden soll. Dieser Begriff (im Sinne einer archäologischen und genealogischen diskursiven Rekonstruktion) soll im Weiteren an diversen Formen spielerischen Probehandelns überprüft werden, um schließlich in einen tragfähigen, medien- und kulturwissenschaftlich rückgebundenen Begriff für das generelle Verständnis von Computer-, Konsolen-, Netzwerkspielen und location based games überführt zu werden. Dieses Projekt ist aktuell auf eine Laufzeit bis Mitte 2008 beschränkt, soll aber durch zusätzliche Förderungsanträge weiter verstetigt werden. Außerdem steht für 2008 auch die kumulative Veröffentlichung diverser eigener Einzelarbeiten zum Thema der game studies aus kulturwissenschaftlicher und diskurstheoretischer Perspektive an.

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Projekthomepage: www.strategiespielen.de

Ausgewählte Publikationen:

Böhme, Stefan;  Nohr, Rolf F.; Wiemer, Serjoscha (Hg.) (2014): Diskurse des strategischen Spiels . Medialität, Gouvernementalität, Topographie. Münster: Lit-Verl.

Böhme, Stefan;  Nohr, Rolf F.; Wiemer, Serjoscha (Hg.) (2012): Sortieren, Sammeln, Suchen, Spielen. Die Datenbank als mediale Praxis. Münster: LIT Verl. (Medien’Welten, 18).

Nohr, Rolf F.; Böhme, Stefan (2009): „Die Auftritte des Krieges sinnlich machen“. Johannn C. L. Hellwig und das Braunschweiger Kriegsspiel. Unter Mitarbeit von Gunnar Sandkühler. Braunschweig: Appelhans.

Nohr, Rolf F.; Wiemer, Serjoscha (Hg.) (2008): Strategie spielen. Medialität, Geschichte und Politik des Strategiespiels. Münster: Lit-Verl. (Medien’Welten, 9).